Der Sohn

Gott hat laut der Bibel Söhne, die er dazu geschaffen hat, die Schöpfung zu verwalten und als Herren der Menschen zu dienen, solange bis Gott selbst wieder die Herrschaft übernimmt, wodurch dann alle zwischenzeitlich entstandenen Mängel wieder behoben werden. Der erstentstandene dieser Gottessöhne ist laut der Bibel Jesus, der erstgeborene von den Toten, der Gott Israels (siehe auch: Jesus Sirach 17,17), der als Messias als Mensch bereits einmalin die Welt gekommen ist. Dass die Götter in Menschengestalt in die Welt der Menschen kommen ist ein alltägliches Phänomen, wie es sich bereits in der Apostelgeschichte erwähnt findet. Auch ich selbst wurde Zeuge einer Epiphanie des Germanengottes Odin. Es wurde ständig erwartet und als immer zu beachtende Möglichkeit vorausgesetzt. So wird er auch Sohn Gottes genannt und von den Christen als Gott angebetet und darum werden auch alle Eigenschaften und Werke, die im Alten Testament Jahwe zugeschrieben werden, im Neuen Testament Jesus zugeschrieben. So ist er z.B. der Schöpfer und Erlöser der Menschheit und der Welt. Er ist als Erstentstandener und Schöpfer der Erbe der Welt und wird bei seiner Wiederkunft als König der Könige herrschen, wenn die anderen Mächte, die bestimmend für die bisherige menschliche Existenz waren, d.h. der Satan, die Götter der anderen Völker und der Tod entmachtet sind.

Weil diese anderen Mächte alle Übel in die Welt der Menschen brachten, werden im Zuge dieser Einsetzung des Reiches Gottes alle bekannten Übel wieder verschwinden. Denn die, die sie erzeugten und mitbrachten, sind dann weg. Der Messias muss, wenn er wieder in die Welt kommt, sich zunächst ganz dem Vater unterordnen und seine göttliche Macht, die er im Himmel hatte, in den ersten Lebensjahren aufgeben, so wie auch Jesus in allem, was er in der Welt wirkte, ganz vom Vater abhängig war. Im Verlauf der Erlösung, wenn sich die Ereignisse verdichten, wird der Sohn dann ermächtigt, ihm wird vom Vater die Vollmacht, d.h. das Gefühl der Allmacht gegeben, denn er verfügt dann über die Engel, die ihm auch bereits im Himmel gedient haben, die alles bewirken, damit er die Kraft hat, den Auftrag und den Plan auszuführen. Er wird das Gefühl haben, alles bewirken zu können, damit er alles tut und nicht zurück- oder ausweicht. Dabei verfügt er jedoch nicht selbst über diese Macht, sondern Gott verfügt über ihn, er lenkt und leitet ihn und seinen Geist und gibt ihm die Worte, die er selbst ausführen will. Diese Worte sind das Schwert des Messias, durch das er alles bewirkt, denn seine Worte sind dadurch, dass sie von den Engeln zu gegebener Zeit nach dem Zeitplan Gottes ausgeführt werden, allesamt wirksam. So wird sich der Messias eine Zeit lang als Herr über die Schöpfung fühlen, solange bis diese Last wieder von ihm genommen wird, weil alles Böse darin beseitigt ist. Danach wird Gott selbst alle Menschen wieder leiten und sie werden sich von ihm leiten lassen, weil sie es wieder bewusst wahrnehmen und erkennen, dass sie von Gott geleitet und inspiriert werden, wodurch man auf Erden nichts Böses mehr tun wird. Dadurch wird keine Machtausübung durch Menschen auf Erden mehr nötig sein, man muss sich nur noch organisieren, aber nicht mehr beherrschen.

Die Götter haben ihre Macht nicht durch sich selbst, sondern sie wird ihnen auf Zeit verliehen und sie gehört nicht zu ihrem Wesenskern oder ihrer Seele. Denn in unserer Welt ist es so, dass die Seele wertvoller und höherwertiger als der Körper ist, weil dieser ohne sie nichts tun kann, sondern sofort wieder zerfällt, wenn er ohne sie ist. Im Himmel dagegen ist es umgekehrt, dort ist der Leib höherwertiger und mächtiger als die Seele und ihre Macht erhalten die Götter vor allem durch ihren himmlischen Leib. Denn die Menschen sind ihrem Wesen nach nur wenig geringer gemacht als die Götter und sie sind heute so niedrig und unwürdig, wie sie sind, weil die meisten von den Dämonen fasziniert und gefangen sind und gänzlich deren niedriges Wesen angenommen haben.