Man wird den Anhängern und Funktionären des iranischen Regimes ihre lang eingeübte und gespielte Opferrolle jetzt nicht mehr abkaufen. Sie stellen sich selbst immer als rechtmeinend und wohltuend dar, als schlecht behandelte Opfer, die nie etwas falsch machen, sondern alles mit Recht tun. Dieser Verdrehung folgend nennen sie ihren aggressiven Terror in der Region und ihre Agitation Widerstand, obwohl es niemanden gibt, gegen den man Widerstand üben müsste, weil Israel kein Aggressor ist, sondern immer erst tätig wird, wenn man das Land oder seine Bürger bedroht, was der Iran seit der Revolution regelmäßig, offen und unmissverständlich tut. Auch lässt der Iran den Drohungen in seinem Raketen- und Nuklearprogramm Taten folgen, was Israel zum Handeln zwingt, denn unter solchen Umständen nicht zu handeln, wäre fahrlässig.

Der Iran ist hier also nicht das ungerecht behandelte Opfer, als das man sich im Iran gerne sieht, sondern der ständige Aggressor. Iran ist also keinesfalls das Opfer in diesem Konflikt, als das es sich gerne darstellt, weil es den Konflikt gar nicht mehr gäbe, wenn ihn das revolutionäre Regime einfach aufgeben würde. Ich glaube, Israel wäre sofort dazu bereit die Beziehungen zu normalisieren, wenn das iranische Regime seine Feindseligkeiten gegen das Land beenden würde.

Diese vorgeschobene Opferrolle dient auch dem sunnitischen Terror als Legitimation und Begründung für ihre terroristischen Aktivitäten. Es ist das Grundmuster dieser großen Verführung durch den Dajjal, die gerade unter den Muslimen stattfindet. Denn alle terroristischen Banden, ob schiitisch oder sunnitisch, sehen ihre Taten dadurch gerechtfertigt, dass sie sich nur verteidigen würden gegen einen bösartigen oder übelmeinenenden Westen oder gegen andere Kolonialisten und Besatzer.

Dass sie hier aber die Täter sind und nicht sich verteidigende Opfer, wird ihnen am Ende schnell klar werden, denn sie werden sich für die durch sie entstandene Umkehrung des Islams verantworten müssen. Und es wird dann sein, wie es im Koran bereits zu lesen ist: Viele, von denen alle dachten, sie seien sicher im Paradies, wird man in der Hölle finden und viele, die man verdammt hat und die man sicher in der Hölle wähnte, wird man dort nicht finden, sondern sie sind im Paradies. Jedem wird dann klar sein, dass gerecht geurteilt wurde, aber dann ist es zu spät, denn dann wird keine Reue mehr angenommen.

Die Täuschung spielt sich dabei vor allem in den Betroffenen selbst ab, in ihren Gedanken, ihren Gefühlen und dem inneren Monolog. Denn alle Anhänger sehen die Stimme von Iblis in den Gedanken ihrer Seele als die Stimme Gottes an, während sie die Mahnungen der Engel Gottes, die sie vor der Verführung bewahren sollen, als versuchte Irreführungen des Satan ansehen. So kommt auch die Umkehrung von Gott und Satan in ihrer Ideologie zustande. Die Stimme von Iblis ist eine sehr tiefe, dunkle und schwarze Stimme, die sich resigniert und enttäuscht anfühlt. So kommt das Gefühl seiner Anhänger zustande, dass ihm von Ungläubigen Unrecht getan würde wogegen er sich wehren soll. Denn sie hielten diese Stimme für die Stimme Allahs. Es ist bei allen Anhängern von Terrorgruppen dieselbe Irreführung und sie war bisher sehr wirksam. Jetzt werden sich aber immer mehr so Irregeleitete an diesem inneren Maskenspiel nicht mehr beteiligen und die Opfer dieser Irreführung werden offen darüber reden und dadurch frei von diesen Täuschungen werden.