In Vers 22:67 sagt der Koran, dass Gott allen Völkern ihre spezielle Form der Anbetung gegeben hat und auch die Bibel sagt, dass alle Weisheit von Gott stammt. Wie kann man aber die scheinbare Vielheit der Religionen, die alle für sich beanspruchen, die einzig wahre zu sein, miteinander vereinbaren?
Es hilft hier, sich einen Sporttrainer zu Hilfe zu nehmen, der sowohl eine Handballmannschaft, ein Fußballteam und Volleyballer und noch einige mehr trainiert. Für die Handballer gilt dabei ihr Regelwerk absolut, es ist für sie die einzige Art, wie sie korrekt handeln können, indem sie ausschließlich diesen Regeln folgen. Wer für sein Verhalten und sein Handeln die Regeln und Vorgaben des Spieles annimmt, der beteiligt sich dadurch am Spiel und man muss sich für eine Sportart entscheiden und sollte sie auch nicht wechseln. Würden die Handballer aber ihre Regeln auf einen Fußballer anwenden, d.h. dass sie ihn nach den für sie gültigen Maßstäben beurteilen, erschiene ihnen dieser wie jemand, der ununterbrochen Foul spielt, er ist also offenkundig böse wie es in der Sprache der Moral heißt. Denn für den Fußballer gelten die Regeln der Handballer nicht, sondern ihnen zu folgen würde für ihn wiederum bedeuten, Fouls zu begehen, d.h. böse zu handeln. Wer einer Richtung angehört, ist dabei verpflichtet, alle gültigen Regeln dieser Konfession zu befolgen, denn man kann sich nicht einzelne Bestimmungen, die einem liegen, aussuchen und andere ignorieren. Kritik an den Ausübern der anderen Richtungen ist überflüssig und wenig konstruktiv, wenn man aber trotzdem jemanden zurechtweisen muss, sollte das nach dem Buch seiner Rechenschaft geschehen, d.h. man muss dabei einem Muslim nachweisen, dass er in diesem Fall gegen den Koran handelt. Entsprechend verhält es sich mit Juden und Christen. Wer die Bibel auf Muslime anwenden will erhält zwangsläufig nur Fehlverhalten und Foulspiele. Viele Ausleger, die das hier skizzierte Prinzip nicht berücksichtigen, kommen dazu, den Isalm grundsätzlich als eine antichristliche Religion anzusehen.
So ist es zu erklären, dass viele religiöse Menschen auf Anhänger anderer Religionen blicken und diese innerlich verurteilen und anklagen, weil sie offenbar verbotene Dinge tun. Für die Mitglieder einer Fußballmannschaft gelten dabei ihre Regeln absolut, während sie aus übergeordneter Sicht des Trainers relativ sind. Auf jeden wird zur Beurteilung am Ende das Regelwerk angewandt, das für ihn gültig ist, so ist für die Muslime der Koran das Buch ihrer Rechenschaft, für die Christen die Bibel und für die Juden das alte Testament. Danach werden sie beurteilt und ihre Regelreue und die Früchte, die sie dabei hervorgebracht haben, also die Punkte, die sie erzielt haben, alles das entscheidet über ihr weiteres Dasein im Pradies oder in den Höllenwelten.