Sea watch und die anderen in der Seenotrettung aktiven NGOs werden ihre Arbeit ganz einstellen, weil ihr Einsatz kontraproduktiv ist. Denn viele Flüchtlinge begeben sich erst auf die riskante Überfahrt nach Italien, weil sie darauf vertrauen, auf halber Strecke gerettet zu werden. Die Bilder und Nachrichten von den Rettungen treiben wiederum andere Ausreisewillige in Nordafrika an, die ebenfalls auf eine Rettung vertrauen. Wenn man ihnen keine falschen Hoffnungen machen würde, würden deutlich weniger von ihnen die riskante Überfahrt wagen und es würden weniger dabei sterben.
Wir in Europa sind nicht verantwortlich wenn in Nordafrika junge Leute für sich entscheiden, sich auf eine gefährliche Überfahrt nach Europa zu begeben. Sie kennen das Risiko und sind für ihre Sicherheit selbst verantwortlich. Niemand ist dazu verpflichtet, ihnen vorsorglich Rettungsboote zu schicken, denn sie wissen selbst was sie tun. Niemand bei uns ist dafür verantwortlich, was sie für sich unter Kenntnis der möglichen Folgen für sie selbst entscheiden.
Die Seenotrettung ist also nicht moralisch geboten sondern kontraproduktiv und sorgt insgesamt nicht für weniger Opfer, sondern für mehr. Sie schaden den Flüchtlingen durch falsche Hoffnungen und den Aufnahmeländern in Europa. Darum werden sie alle ihre Arbei beenden ob staatlich oder zivil.
Unter den potentiellen Flüchtlingen in Nordafrika und in den anderen Herkunftsländern wird sich Ernüchterung breit machen und man wird die Erzählung vom Traumland Europa nicht mehr glauben. Deswegen werden sie nicht mehr den falschen Entschluss fassen, dorthin illegal zu kommen, denn sie wissen, dass sie nicht mit offenen Armen empfangen werden. Sie werden stattdessen im eigenen Land ein Auskommen finden und gar keinen Bedarf mehr haben für solch eine unsichere Auswanderung.
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