Merz macht weiter, denn seine Politik ist manchmal unbeliebt, aber einer muss es machen, denn die Reformen sind um des Landes willen zwingend nötig. Seine Werte und die der Partei mögen momentan nicht optimal sein, aber wegen einer verlorenen Landtagswahl, bei der man selbst zudem gar nicht zur Wahl stand, schmeißt man nicht hin und die Journalisten hören auf, das nahe zu legen. Wenn er das aktuelle Tal durchschreitet, wird er bald in eine Erfolgsphase kommen, wo er die Früchte seiner jetzigen Entscheidungen erntet. Denn seine Entscheidungen sind in der Regel sehr gut für das Land, wobei er bei deren Vermittlung allerdings oft ungeduldig oder unwillig wirkt.

Richtige und notwendige Entscheidungen haben immer die Eigenschaft, kurzfristig sehr unbeliebt und unbequem zu sein, weswegen die meisten davor zurückschrecken, sie zu treffen. Mittel- und langfristig zahlen sie sich aber immer aus und das vormalige Jammertal ist dann vergessen. Umkekehrt sind populäre Entscheidungen langfristig und für das gesamte Land immer schadbringend. Es ist also eigentlich ein gutes Zeichen, dass Friedrich Merz mit seiner Partei und seiner Regierung aktuell zu knabbern hat und es ist ja erst der Beginn seiner Amtszeit. Da kann und wird noch viel kommen.